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am 24. Juni

Parkpickerl für ganz Simmering

Andreas Fritsch - Ausweitung war unvermeidbar, jetzt muss Öffi-Offensive zur Erleichterung des Umstiegs kommen.

Ausdehnung kommt im März 2022


Am 1.3.2022 ist es soweit, das Parkpickerl wird auf ganz Simmering ausgedehnt. Damit passiert, was die Grünen Simmering schon 2018 bei der Einführung des Parkpickerls in Zone vorhergesagt hatten: Die Verdrängung von Pendlerfahrzeugen Richtung Kaiserebersdorf ist derart massiv, dass an einer Ausweitung kein Weg vorbei führt. Eine Evaluierung der Situation im September 2019 ergab bis zu 50 Prozent Autos mit Nicht-Wiener Kennzeichen in manchen Grätzln. Bei entsprechendem politischen Weitblick hätte sich Simmering diese Wendungen ersparen können. Nicht verschwiegen sei auch, dass das nun angewendete System der Parkraumbewirtschaftung veraltet ist und gerade für große Bezirke wie Simmering kleinräumige Berechtigungszonen sinnvoller wären, um Zonnenbinnenverkehr (Bewohner*innen fahren von peripheren Gebieten mit dem Auto zur nächsten U-Bahn-Station) zu vermeiden. Es braucht wohl keinen Blick in die Glaskugel, um eine Diskussion über Anrainer*innenparken vorherzusagen.​


Öffi-Offensive jetzt!

Um sowohl Simmeringer*innen als auch Pendler*innen einen Umstieg auf Öffis zu ermöglichen, muss jetzt die Chance auf einen raschen Ausbau genutzt werden.


Wir fordern für Simmering:


  • S7: kurzfristig Halt der beschleunigten Verstärkerzüge auch in der Station Geiselbergstraße (starkes Bevölkerungswachstum), mittelfristig 15-Minuten-Takt​ zur besseren Anbindung Kaiserebersdorfs. Zusätzliche Haltestelle in Zentralsimmering (Höhe Ostbahnquerung).
  • S80: so rasch wie möglich 15-Min-Takt; Ausbau der Station Haidestraße, Errichtung einer neuen Haltestelle beim Gräßlplatz
  • S-Bahn-Bypass: Führung von Zügen auf der Strecke Mistelbach/Gänserndorf-Stadlau-Simmering-Hauptbahnhof zur Entlastung der Stammstrecke und besseren Anbindung von Simmering an die Gebiete nördlich der Donau
  • Verkehrskonzept Kaiserebersdorf: Kurzfristige Attraktivierung der Öffis bis zu einer Entscheidung über die U3-Verlängeurng, z.B. durch Einführung von Anrufsammeltaxis abends (evtl. auch am Wochenende). Diese vermeiden unnötigen Busverkehr in dünn besiedelten Gebieten und bringen die Fahrgäste auch direkt bis vor die Haustür, was das Sicherheitsgefühl stärkt.
  • 73A: Führung aller Busse bis zur Landwehrstraße
  • Rascher Bau der Tram nach Schwechat, um eine bessere Verbindung in das Umland zu erreichen
  • 71A: kurzfristig Wiedereinführung 10-Min-Takt
  • 79A/B: Dichtere Intervalle und Betrieb zwischen Kaiserebersdorf und Freudenau auch am Sonntag zu Anbindung des Naherholungsgebiets Donauinsel
  • Neue Busverbindung St. Marx-Gasometer-Haidestraße S80 zur Erschließung der Wohngebiete im Gasometervorfeld und des geplanten Schulcampus Rappachgasse